|
 |
Programm Gemeinderatswahl 2008: Ortsentwicklung und Gestaltung |
Auch wir wollen uns weiterhin in unserer Heimatgemeinde wohl fühlen. Auch wir wollen nicht in einem "Siedlungsbrei" wohnen und haben dies durch unsere Arbeit im Gemeinderat über viele Jahre bewiesen. Der manchmal erhobene Vorwurf der "Bauwut" ist daher üble Nachrede.

- Wir werden neues Baurecht über Kleinmaßnahmen hinaus, nur ausweisen, wenn dadurch auch Wünschenswertes für die Gemeinde geschaffen werden kann, z. B. Einkaufsmöglichkeiten, bezahlbarer Wohnraum, auch Mietwohnungen, oder Infrastrukturmaßnahmen.
- Bisherige Festlegungen zur maximalen Höhenentwicklung der Gebäude und deren Massen wollen wir beibehalten. Die Satzung zur Gestaltung des Orts muss überarbeitet werden.

- Den dörflichen Charakter der Altgemeide Oberbiberg mit ihren Weilern wollen wir erhalten. Um die Entstehung von Splittersiedlungen zu unterbinden ist das Instrument der Rahmenplanung einzusetzen.
- Die beiden letzten Bauprogramme für Einheimische haben sich an Familien mit Kindern gerichtet. Daher werden wir bei weiteren gemeindlichen Bauprojekten auch die Bedürfnisse von Alleinstehenden und älteren Paaren, deren Kinder auf eigenen Füßen stehen, berücksichtigen. Hierbei wollen wir den Geschoßwohnungsbau (Miete, Mietkauf und Eigentum) bevorzugen, natürlich auch den Bau altengerechter Wohnungen.
- Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für langjährig ansässige Bürger soll ihnen eine Bleibemöglichkeit im Alter, wenn die Einkommen knapp werden, sichern. Ein denkbarer Standort ist die freie Fläche an der Kybergstraße im Bereich St.-Rita-Weg.
- Bei Bebauungsplänen sollen ökologische Gesichtspunkte, beispielsweise die Ausrichtung der Dächer zur Sonne, ein größeres Gewicht erhalten.

- Wir streben die Ansiedlung weiterer Betriebe an, soweit sinnvoll, zunächst jedoch nur im Rahmen der vorhandenen Gewerbegebiete. Es besteht derzeit kein Anlass weitere Gewerbegebiete auszuweisen, zumal noch größere Flächen leer stehen.
- Wir wollen größere Grünflächen im bebauten Raum sichern und schaffen. Das Gleißental und das Hachinger Tal mit ihren Hängen dürfen nicht weiter bebaut werden.
- Der Bereich der Münchner Straße in Furth, zwischen Holzstraße und Bachfeld, muss zusammen mit den Bürgern überplant und geordnet werden, nicht nur die Gestaltung des Straßenraums, auch die Nutzung der bebauten und unbebauten Flächen. In Verbindung mit dem Areal des Schwimmbads könnte ein "Bürgerpark" entstehen.
- Der Bereich Bahnhofsplatz, obere Bahnhofstraße bis zum Wasserturm ist zusammen mit den Bürgern in offener Diskussion zu überplanen. Wir stellen uns vor, dass die Gemeinde das Bahnhofsgebäude kauft und eine Begegnungsstätte einrichtet. Beim Wasserturm könnten altengerechte Wohnungen mit Freizeiteinrichtungen und Treffpunkten, wie beispielsweise ein Bouleplatz, entstehen.
- Wir setzen uns für ausreichende Einkaufsmöglichkeiten von Lebensmitteln ein, so am Kirchplatz von Oberhaching und in der Nähe der Bahnhofstraße in Deisenhofen. Dies dient auch der Erhaltung der kleinen Läden in den Zentrumsbereichen und damit der Belebung der Zentren. Deshalb unterstützen wir alle Planungen und Initiativen, die den Einzelhandel am Ort halten und stärken. Zur Ergänzung des Versorgungsangebots im Ort sollte auch die Möglichkeit der Ansiedlung eines Discounters im Gewerbegebiet geprüft werden.
|
| |
|