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Programm Gemeinderatswahl 2008: Kultur und Bildung |
Die Förderung von Kultur und Bildung gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Gemeinde, soweit dies in ihrer Macht steht und die finanziellen Möglichkeiten es erlauben. Kultur und Bildung dienen dem regen Gemeindeleben und lassen eine Ortsgemeinschaft erst entstehen. Die im Ort lebenden Menschen werden durch Teilhabe zu Bürgern.
- Wir wollen die Ungleichheit der Bildungschancen von Jugendlichen verschiedener sozialer Herkunft beseitigen helfen. Unsere Kinder sind bestmöglich zu fördern. Ein Hauptanliegen ist der Ausbau der Ganztagesbetreuung, besonders in der Hauptschule. Schülern deren Eltern zu Hause nicht helfen können, würde die Gemeinde dadurch bessere Förderungsmöglichkeiten bieten.
- Musikerziehung spielt eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung von geistiger und sozialer Kompetenz. Wir befürworten daher den Aufbau einer Musikschule, die möglichst vielen Jugendlichen die Chance bietet, zu erschwinglichen Preisen ein Instrument zu lernen. Dabei soll auf vor Ort vorhandenen Strukturen und Initiativen aufgebaut werden.

- Die Vereine leisten einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Kulturangebot in unserer Gemeinde. Wir werden uns weiterhin für die Förderung des vielfältigen kulturellen Angebots in unserer Gemeinde einsetzen. Großen Erfolg hat das gemeindliche Kulturamt mit seinen Veranstaltungen. Die Volkshochschule leistet einen hervorragenden Beitrag zu Bildung und Kultur. Ergänzend streben wir die Einrichtung eines Filmkunstkinos an.

- Mit der Gründung einer Partnerschaft mit einer Gemeinde in einem unserer östlichen Nachbarländer wollen wir einen Beitrag zum Dialog leisten. Städtepartnerschaften sind besonders geeignet, einander kennen zu lernen, Vorurteile abzubauen und die Begegnung von jungen Leuten zu ermöglichen.
- Wir wollen Geschichte und Natur erlebbar machen. Dazu werden wir versuchen aus den archäologischen Funden in unserer Gemeinde einige Exemplare den Fängen des Staates zu entreißen und sie im Rathaus ausstellen.
- An der Hangkante oberhalb von Oberhaching und Furth und im Verlauf des Gleißentals wollen wir einen Erlebnispfad schaffen, mit Hinweistafeln auf die erdgeschichtliche Entwicklung unserer Heimat und deren Auswirkungen bis heute. Parallel dazu soll die Geschichte der Besiedlung durch Kelten und Römer dargestellt werden. Wir wollen Spazierpfade zu ehemaligen Steinbrüchen mitten in der Gemeinde anlegen, mit Darstellung der Verwendung des gewonnenen Nagelfluh, z. B. bei der Museumsinsel in München. Die Steinbrüche sind zum Teil freizulegen, möglicherweise sogar als Klettergärten nutzbar zu machen.
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