|
 |
Programm Gemeinderatswahl 2008: Generation 60plus und Soziales |
Eine Vielzahl ungemein aktiver, vielseitig engagierter und interessierter, älterer Mitbürger prägt heute häufig unser Seniorenbild. Jedoch stellt der demographische Wandel unsere ganze Gesellschaft und damit auch unsere Gemeinde in den kommenden Jahren vor gewaltige Aufgaben. Schon bis zum Jahr 2020 werden mehr als 30% der Einwohner Oberhachings über 60 Jahre alt sein. Verschärft wird die Situation noch durch die Zunahme demenzkranker alter Menschen. Daraus ergeben sich ungeheure Herausforderungen hinsichtlich Betreuung, Versorgung, Unterbringung und Pflege auch für die Gemeinden und die öffentlichen oder privaten Träger sozialer Einrichtungen. Unser Ziel muss es sein, die Infrastruktur zu schaffen, die es alten Menschen ermöglicht, sich weiterhin am Leben in unserer Gemeinde zu beteiligen und ihren Lebensabend in Würde zu verbringen.

- Ein mit Antrags- und Rederecht ausgestatteter Seniorenbeirat und ein von der Gemeinde bestellter, verantwortlicher Seniorenreferent sollen künftig die Interessen älterer Mitbürger vertreten, insbesondere auch bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes, bei der Errichtung oder Renovierung öffentlicher Gebäude, bei der Einrichtung und Unterstützung von in privater Initiative betriebener Senioren-Wohngemeinschaften und bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zur Selbstnutzung auch für ältere Mitbürger im Rahmen von örtlichen Einheimischenprogrammen.
- Zukunftsweisende und bezahlbare Wohnformen für ein barrierefreies Wohnen und für ein möglichst selbstbestimmtes Leben älterer und behinderter Menschen werden immer dringender benötigt. Anregungen und Empfehlungen dazu sollen in Zukunft stärker berücksichtigt werden.
- Hilfe, Information und Beratung für häusliche Betreuung und Pflege und die Möglichkeit zur Begegnung und zur gemeinsamen Freizeitgestaltung sollen in einem neu zu schaffenden Altenservicezentrum in zentraler Ortslage angeboten werden. Dort können ältere Menschen, den Tag in Gesellschaft verbringen und soweit nötig auch betreut und mit preiswerten Mahlzeiten versorgt werden. Die Nutzung und Erreichbarkeit der Einrichtung soll durch die Bereitstellung eines Fahrdienstes sichergestellt werden.
- Die zusätzliche Schaffung von Wohnraumkapazität in möglichst zentraler Ortslage für ein betreutes Wohnen älterer Menschen, die Bereitstellung zusätzlicher Kapazität für ein behütetes Wohnen stark pflegebedürftiger oder an Demenz erkrankter Menschen, aber auch die Unterstützung privat betriebener Senioren-Wohngemeinschaften für pflegebedürftige und Demenzkranke werden ein dringendes Anliegen unserer Gemeinderäte sein.
- Wir unterstützen die Gründung einer zentralen Anlauf- und Beratungsstelle für Menschen in aktuellen Notsituationen. In Zusammenarbeit mit anderen im Sozialbereich aktiven Gruppen soll diese Einrichtung nach sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts und der Bedürftigkeit, Information, Beratung und Hilfestellung beim Umgang mit zuständigen Einrichtungen und Behörden bieten. Für regelmäßige Bürgersprechstunden und eine effektive Arbeit sollte auch die Gemeinde ihre volle Unterstützung gewähren.
|
| |
|