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 Geothermie – Verminderung von Emissionen und Gefährdungen
Geothermie – Verminderung von Emissionen und Gefährdungen
Der Vorhaben- und Entwicklungsplan EWG zur Errichtung eines Heizkraftwerks auf dem derzeitigen Bohrgelände in Laufzorn hat erhebliche Befürchtungen der Anwohner ausgelöst. Die EWG plant inzwischen die Einhausung der Turbine. Um die möglichen Emissionen weiter nach Möglichkeit zu vermindern und um evtl. Gefährdungen durch das vorgesehene Kühlmedium Pentan zu minimieren, hat die Fraktion der SPD im Gemeinderat folgenden Antrag gestellt:

Der vorliegende Vorhaben- und Entwicklungsplan weist erfreulicherweise qualitative Verbesserungen hinsichtlich der Minderung von Lärmemissionen im Interesse der Bürger Oberhachings auf. So ist nun vorgesehen, die Turbine einzuhausen und schwingungsmindernd (entkoppelt) zu lagern.


Nach unserer Überzeugung ist damit aber noch nicht das technisch Machbare und gleichzeitig wirtschaftlich Vertretbare vorgesehen, Emissionnen und Gefährdungen, die von Geothermie-Anlage Laufzorn ausgehen können.


Wir beantragen deshalb, folgende Maßnahmen im Vorhaben- und Entwicklungsplan vorzusehen:

1. Um mögliche Lärmemissionen der Rückkühleinheit zu mindern, ist diese von jetzt 21 Ventilatoren auf 24 Ventilatoren zu erweitern. Dies würde eine Minderung der Drehzahl ermöglichen und damit auftretende Schallemissionen weiter mindern.


2. Es ist strömungstechnisch zu untersuchen, ob und in wie weit die Umsäumung der Rückkühleinheit, die jetzt aus einer luftdurchlässigen Lattung vorgesehen ist, stattdessen aus schalltechnisch dichterem Material mit höherer Saumhöhe, beispielsweise wie das nebenstehende Betriebsgebäude, ausgeführt werden kann.

3. Das Kraftwerk ist Pentan-frei und eingehaust aufzubauen. Im Gegensatz zu den veralteten Anlagen des Weltmarktführers Ormat bietet die Fa. Turboden derartige Kraftwerke als zweistufigen ORC Prozess an. Das Dampfmedium ist eine nicht entzündbare Fluor-Propan Verbindung (Pentafluorpropan). Die Stadtwerke München haben eine derartige Anlage bereits erworben. Die Einhausung ist auf jeden Fall in Hinblick auf unsere strengen Winter anzuraten.

4. Falls die EWG sich nicht zu Errichtung einer Pentan-freien Anlage entschließen kann, sind im Bebauungsplan entsprechende Sicherheitsvorkehrungen vorzusehen, beispielsweise Auffanggräben für evtl. ausströmendes Pentan (das schwerer als Luft ist) unter der Anlage und entsprechende Absaugeinrichtungen.

5. Im Fall der Errichtung einer Pentan als Dampfmedium nutzenden Anlage sollte die Feuerwehr bereits mit Beginn des Aufbaus der Anlage hinzu gezogen werden, um von dieser Seite her schon Tipps mit einbringen zu können. Die Betriebsfeuerwehren der Firmen Linde oder Wacker sind ebenfalls zu Rate zu ziehen.
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